Wärmedämmverbundsystem (WDVS) einfach erklärt – Aufbau, Vorteile und Einsatzbereiche

Was ist ein Wärmedämmverbundsystem?

Das Wärmedämmverbundsystem – kurz WDVS – gehört heute zu den am häufigsten eingesetzten Verfahren zur energetischen Dämmung von Außenfassaden.

Dabei handelt es sich nicht um ein einzelnes Produkt, sondern um ein aufeinander abgestimmtes Gesamtsystem.

Alle Komponenten sind so konzipiert, dass sie dauerhaft zusammenarbeiten und eine funktionierende Gebäudehülle bilden.

Ein WDVS reduziert Wärmeverluste, schützt die Fassade und verbessert gleichzeitig die Energieeffizienz eines Gebäudes.

Warum wird ein WDVS eingesetzt?

Die Außenwand eines Hauses ist dauerhaft Wind, Regen, Frost und Sonneneinstrahlung ausgesetzt.

Gleichzeitig geht über ungedämmte oder nur schwach gedämmte Fassaden ein erheblicher Teil der Heizenergie verloren.

Ein Wärmedämmverbundsystem trägt dazu bei,

  • Wärmeverluste zu reduzieren,
  • den Wohnkomfort zu verbessern,
  • die Gebäudehülle zu schützen,
  • Energie effizienter zu nutzen,
  • den langfristigen Werterhalt einer Immobilie zu unterstützen.

Dadurch gehört das WDVS heute zu den wichtigsten Maßnahmen einer energetischen Fassadensanierung.

Aus welchen Bestandteilen besteht ein WDVS?

Ein modernes Wärmedämmverbundsystem setzt sich aus mehreren exakt aufeinander abgestimmten Schichten zusammen.

Dazu gehören:

  • vorbereiteter Untergrund
  • Klebemörtel oder Befestigungssystem
  • Dämmplatten
  • zusätzliche Dübel (je nach System)
  • Armierungsschicht
  • Armierungsgewebe
  • Grundierung
  • Oberputz
  • Fassadenbeschichtung

Erst das Zusammenspiel aller Komponenten sorgt für eine dauerhaft funktionierende Fassadenlösung.

Der Untergrund als Grundlage

Jede hochwertige Fassadendämmung beginnt mit der Prüfung des vorhandenen Untergrunds.

Vor Beginn der Arbeiten wird kontrolliert,

  • ob der Untergrund tragfähig ist,
  • ob Schäden vorhanden sind,
  • wie sich der bestehende Putz befindet,
  • ob Feuchtigkeitsschäden vorliegen,
  • welche Vorarbeiten erforderlich sind.

Nur ein geeigneter Untergrund ermöglicht eine dauerhaft sichere Ausführung.

Die Dämmplatten

Das eigentliche Herzstück eines WDVS bilden die Dämmplatten.

Je nach Gebäude kommen unterschiedliche Materialien infrage.

Unter anderem:

  • EPS
  • Mineralwolle
  • Steinwolle
  • Holzfaserdämmplatten
  • Mineralschaumplatten

Welcher Dämmstoff verwendet wird, richtet sich nach den technischen Anforderungen des Gebäudes.

Armierung schützt das System

Über den Dämmplatten wird eine Armierungsschicht aufgebracht.

In diese Schicht wird ein spezielles Armierungsgewebe eingebettet.

Sie erfüllt mehrere Aufgaben.

Sie verteilt Spannungen.

Sie erhöht die Stabilität.

Sie schützt den späteren Oberputz.

Dadurch trägt sie wesentlich zur Dauerhaftigkeit des gesamten Systems bei.

Der Oberputz

Den sichtbaren Abschluss bildet der Fassadenputz.

Er schützt das Wärmedämmverbundsystem dauerhaft vor Witterungseinflüssen.

Gleichzeitig bestimmt er das spätere Erscheinungsbild des Hauses.

Je nach Wunsch stehen unterschiedliche:

  • Körnungen
  • Strukturen
  • Farben
  • Oberflächen

zur Verfügung.

Dadurch lässt sich die energetische Sanierung individuell gestalten.

Warum alle Komponenten zusammenpassen müssen

Ein Wärmedämmverbundsystem funktioniert nur dann dauerhaft zuverlässig, wenn sämtliche Bestandteile aufeinander abgestimmt sind.

Werden einzelne Materialien beliebig kombiniert, können technische Probleme entstehen.

Deshalb werden WDVS grundsätzlich als Systemlösung geplant und ausgeführt.

Diese abgestimmte Bauweise sorgt für eine hohe Funktionssicherheit und Langlebigkeit.

Für welche Gebäude eignet sich ein WDVS?

Ein Wärmedämmverbundsystem kommt bei zahlreichen Gebäudetypen zum Einsatz.

Dazu zählen unter anderem:

  • Einfamilienhäuser
  • Doppelhäuser
  • Reihenhäuser
  • Mehrfamilienhäuser
  • Wohnanlagen
  • Bürogebäude
  • Gewerbeimmobilien

Welche Lösung geeignet ist, hängt jedoch immer vom individuellen Gebäudeaufbau ab.

Mehr als nur Wärmeschutz

Ein modernes WDVS verbessert nicht ausschließlich die Energieeffizienz.

Es trägt gleichzeitig dazu bei,

  • die Fassade dauerhaft zu schützen,
  • den Wohnkomfort zu erhöhen,
  • Temperaturschwankungen zu reduzieren,
  • den Werterhalt der Immobilie zu unterstützen,
  • das äußere Erscheinungsbild des Hauses aufzuwerten.

Gerade diese Kombination macht Wärmedämmverbundsysteme heute zu einer der beliebtesten Lösungen im Bereich der Fassadendämmung.

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